Auf Einladung der Senioren-Union und des CDU-Stadtverbandes kamen am Freitagnachmittag, 20.03.15, über 40 Bürgerinnen und Bürger in den kleinen Saal des Kultur- und Medienzentrum Pulheim, um über das Thema "Sterbebegleitung und/oder Sterbehilfe" zu diskutieren.
Impulsreferate hielten aus theologischer Sicht Pfarrer Volker Meiling, aus ärztlicher Sicht Dr. Ursula Jansen, Fachärztin für Anästhesie und Schmerztherapie und aus politischer Sicht Dr. Georg Kippels MdB. Frau Barbara Schwenzer vertrat Hospiz Pulheim e. V. und Achim Hermes war Moderator dieser Veranstaltung.
An der Grenze zwischen Leben und Tod brechen moralische und politische Fragen auf: „Welche Hilfe sollen Sterbende in Anspruch nehmen dürfen? Wie ernst nimmt unsere Gesellschaft das Gebot der Menschlichkeit? Ist Sterbehilfe erlaubt? Soll ein Mensch in das Sterben eines anderen eingreifen, es beschleunigen oder gar töten dürfen? Wie kann Missbrauch verhindert werden?“
Die Referenten erklärten  die Begriffe: Passive Sterbehilfe, Indirekte Sterbehilfe, Aktive Sterbehilfe, Assistierter Suizid, Palliative Care und Patientenverfügung. Die meisten Menschen wünschen sich im Sterben nicht allein zu sein. Nicht die Schmerzen, sondern die Angst vor der Einsamkeit ist die drängendste Herausforderung. Wer den Sterbenden medizinisch, seelsorgerlich oder durch liebevolle Nähe begleitet, hilft diesem Menschen im Sterben.
Hospiz Pulheim ist eine Initiative für menschenwürdiges Sterben, denn das Sterben gehört zum Leben. Deshalb leistet Hospiz Pulheim keine Sterbehilfe, sondern Lebenshilfe.
Die Versammlung war sich in dem Punkt einig: „Nicht durch die Hand, sondern an der Hand eines Menschen soll man sterben.“ Siegbert Renner, Vorsitzender der Senioren-Union, hält die Informationen über Sterben und Tod für sehr wichtig, auch wenn niemand gerne darüber redet. Mit den alljährlichen Benefizveranstaltungen unterstützt die Senioren-Union die wichtige Arbeit der Hospiz Pulheim.
Am Sonntag, 6. September 2015, findet die nächste Benefizveranstaltung statt.


Podiumsdiskussion von links nach rechts: Pfarrer Volker Meiling, Dr. Ursula Jansen, Moderator Achim Hermes, Hospizvertreterin Barbara Schwenzer und Dr. Georg Kippels MdB


Zuhörer (im Vordergrund Dr. Bernhard Worms)