Fast 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen am Donnerstag, 24. September 2015, auf Einladung der Senioren-Union in den Versammlungsraum der Malteser, Hackenbroicher Straße, um sich über das richtige Verhalten beim Schlaganfall zu informieren.

Jährlich ereignen sich rund 270.000 Schlaganfälle in Deutschland. Nach Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache. Laut Statistik sind rund 80 Prozent der Schlaganfallpatienten über 60 Jahre alt.

Andreas Lechner, der 1986 mit 16 Jahren eine dreijährige Sanitäterausbildung begann und bald die Prüfung zum Notfallsanitäter ablegt, berichtete an diesem Abend aus seiner jahrelangen Erfahrung im Einsatz, um das Leben von Schlaganfallpatienten zu retten. Der blutige Schlaganfall, wenn Äderchen im Gehirn platzen, sei seiner Meinung nach der schlimmste Schlaganfall, da das Blut auf das Gehirn drückt und es von der notwendigen Durchblutung abschneidet. Herzrhythmuserkrankung sei der Grund für einen gestörten Blutfluss, der zur Bildung von Blutgerinnseln führen kann, die ins Gehirn gelangen und dort zu einem Schlaganfall (“Hirninfarkt”) führen.

Bewegungsmangel, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Rauchen können Ursachen für einen Schlaganfall sein. Für den Arzt und Sanitäter ist es sehr hilfreich, wenn der Patient, zu dem sie gerufen werden, eine vollständige Liste mit allen Medikamenten vorlegen kann.