Vom 26. bis 30.07.2017 nahmen 40 politisch interessierte Mitglieder der Pulheimer Senioren-Union an einem Seminar der Jakob-Kaiser-Stiftung zum Thema: „Hamburg - Wirtschaftsstandort im Zeitalter der Globalisierung“ in Hamburg teil.
Am Anreisetag erreichten wir mit unserem gecharterten Reisebus am frühen Nachmittag das Auswanderermuseum in Hamburg-Ballinstadt,  wo uns bereits Herr Mohs - unser Bildungsreferent - erwartete und freundlich begrüßte. Bei erfrischenden Getränken informierte er  uns sehr anschaulich über die geschichtlichen Hintergründe dieser Häuserzeilen, u.a.  auch über den Gründer dieses Ortes - Herrn Ballin -, einen Hamburger Reeder.  Er machte deutlich, wie sich die Welt ständig bewegt und verändert und wie Migration früher erfolgt ist und wie es  heute abläuft.  Schon vor mehr als 100 Jahren war dieser Ort für Auswanderer ein Hafen der Träume und ein Symbol für den Aufbruch in ein neues Leben.
Beim Rundgang durch das Museum konnten wir nur staunen und erkennen, wie umsichtig, umfangreich und aufwendig die Vorbereitungen  für eine Auswanderung geplant wurden.

Nach dem Einchecken in unserem Hotel  in Hamburg-Ohlsdorf,  konnten wir bei einem vorzüglichen Abendessen im Hotelrestaurant  den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Am 2. Tag   referierte der Historiker  Prof. Dr. Kopitzsch morgens sehr umfassend  und interessant über den Wirtschaftsstandort Hamburg (- gestern und heute -) sowie über die Entwicklung der Hansestadt zur Handelsmetropole.

Anschließend starteten wir mit unserem Bus in die Hamburger City zu den wesentlichsten Bauwerken und Sehenswürdigkeiten der Stadt.  Nach dem Rathaus  konnten wir bei einem Stadtrundgang  auch  die alten, ehrwürdigen und reichen Häuser der Hansestadt aus der Nähe betrachten und bestaunen.  Einen weiteren Stopp legten wir am alten Elbtunnel  ein, um an den Landungsbrücken  auf den Hamburger Hafen, das „Tor zur Welt“,  zu blicken.

Ein Höhepunkt war die Besichtigung des neuen Stadtteils „Hafen-City“, der  neben Speicherstadt und Kontorhausviertel  sowie der neu-erbauten, weltberühmten Elbphilharmonie (dem neuen Wahrzeichen Hamburgs) entstanden ist.

Für den Nachmittag waren zwei Programmpunkte vorgesehen. Eine  Gruppe der Teilnehmer nahm an einem geführten Quartiersrundgang durch die Hafen-City, unter Berücksichtigung der planerischen und wirtschaftlichen Dynamik der Stadt teil. Die 2. Gruppe fuhr nach Finkenwerder, um an einer äußerst interessanten Werksführung der Firma Airbus  teilzunehmen. In einer Filmvorführung und anschließender Besichtigung in den Fertigungshallen auf dem riesigen Firmengelände wurden wir anhand der großen Flugzeugelemente sehr  detailliert über Produktion, Arbeitsteilung und -alltag im internationalen Kontext informiert.

Am nächsten Morgen besuchten wir die historische, 1665 gegründete Handelskammer der Hansestadt und hörten einen interessanten Vortrag über Hamburgs Rolle bei den deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen. Beeindruckend war auch die schöne Architektur des Gebäudes, welches direkt an das imposante Hamburger Rathaus angrenzt.
Bei dem folgenden Rundgang durch alle Räumlichkeiten des prächtigen Rathauses konnten wir nur staunen über die im norddeutschen Renaissance Stil gehaltene Architektur aus dem 19. Jahrhundert. In einem alt-ehrwürdigen Saal des Hamburger Senats wurden wir vom Referatsleiter für Angelegenheiten der EU mit einem Kaffee freundlich begrüßt. Über die EU, den Binnenmarkt und den Hafen  hörten wir auch hier einen spannenden Vortrag, an den sich eine lebhafte Diskussion anschloss.

Nachmittags erhielten wir eine sehr informative Führung durch das „Internationale Maritime Museum Hamburgs“ (IMMH). Den Abschluss dieses erlebnisreichen Tages bildete eine äußerst interessant kommentierte Hafenrundfahrt mit Erläuterungen zur Bedeutung des Hamburger Hafens für den Überseehandel und die deutsche Exportwirtschaft.
Am letzten Tag unseres Seminars wurden wir von unserem Bildungsreferenten, Herrn Mohs,  zu einem interessanten Vortrag über die „Globalisierung  - gestern und heute -“ und  abschließender Diskussion  eingeladen.
Den uns zur freien Verfügung stehenden Nachmittag nutzten wir dann für eine sehr sehenswerte  und humorige Alsterrundfahrt bei Kaffee und Kuchen.
Am folgenden Tag traten wir dann leider wieder die Rückreise an,  doch Herr Mohs hatte für uns noch einen Zwischenstopp  im „Alten Land“, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Nordeuropas, organisiert. Ein ehemaliger Bürgermeister erläuterte uns bei einer Rundfahrt und dem Besuch eines Bauernmuseums sehr kompetent die schwierigen Bedingungen, die von den Obstbauern im alten Elbe-Flussbett bewältigt werden müssen, um erfolgreiche Erträge  zu erzielen. Ein Besuch auf einem Apfel-Hof rundete diesen Abstecher  ab.
Fazit:  Diese Bildungsreise hat bei allen Teilnehmern erfolgreich dazu beigetragen, die Probleme,  Aufgaben und Ziele der Metropolregion  Hamburg  mit seinem Hafen,  dem Hinterland, Handel und  Industrie nachhaltig  besser zu verstehen.