Die Senioren-Union ist Ansprechpartner für die älteren Menschen. Jede Kommune, auch die Stadt Pulheim, muss die Fakten, die der demografische Wandel mit sich bringt, beachten. Deshalb fordert die Senioren-Union die Verantwortlichen auf, Konsequenzen auf allen Gebieten zu ziehen, so auch für das Wohnen im Alter. 
 
Der Vorsitzende der Senioren-Union Pulheim, Siegbert Renner, lud den technischen Beigeordneten der Stadt Pulheim, Herrn Dipl.-Ing. Martin Höschen,  zur letzten Mitgliederversammlung ein, damit er zu folgendem Problem Stellung  bezieht: „Berichten Sie uns, welche Konsequenzen Sie für ihr Fachgebiet aufgrund der demografischen Entwicklung für Pulheim ziehen, wie: Wohnungsbau, Straßenbau und  öffentliche Plätze. Wie wollen Sie Ihre Vorstellungen umsetzen und  dabei die Bevölkerung mitnehmen?“
 
Am Beispiel der Stadt Moers zeigt Herr Höschen wie erfolgreich Senioren-Wohnanlagen errichtet werden können. Auch für Pulheim sieht er gute Möglichkeiten, Wohnanlagen für Senioren und Mehrgenerationen-Anlagen zu bauen, wenn man die Bebauungspläne im Süden und in der Mitte Pulheims so fortschreibe, dass sie durch größere Bautiefen für private Investoren interessant werden. Da die Grundstücke der Pulheimer BPs der Stadt gehören, lassen sich auch die Verkaufspreise interessant gestalten. Schwieriger sei die Förderung von Seniorenwohnungen im Innenstadtbereich, wo die Grundstücke in privater Hand sind. Durch ein Merkblatt „Seniorengerechtes Bauen“ könne man vielleicht Interesse wecken.
 
Am Beispiel des Pulheimer Rathauses zeigt Herr Höschen, dass heute für öffentlich zugängige Gebäude viel strengere Vorschriften für behinderten- und seniorengerechtes Bauen gelten als noch vor 15 Jahren. Auch im Tiefbaubereich (Straßen und Wege) gebe es noch viele Aufgaben (z.B. Bushaltestellen, Absenkung von Bordsteinen, Querungshilfen für Fußgänger).
 
Der Vorsitzende, Siegbert Renner, dankt für die Ausführungen und ist überzeugt, dass durch den Koalitionsvertrag zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen die richtigen Weichen für eine „altersgerechte“ Stadt gestellt wurden. Bereits in ihrem Wahlprogramm hatte die CDU geschrieben: „Den Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren wollen wir auch in Zukunft entsprechen. Wir setzen uns daher weiterhin für die Schaffung bedarfsgerechter Wohnmöglichkeiten, eine gute ärztliche Versorgung, ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten und Barrierefreiheit ein.“
Die Senioren-Union wird die Umsetzung dieser Versprechen kritisch begleiten.